Elektronische Rinderkennzeichnung

Ohrmarke

Die Umstellung auf elektronische Ohrmarken verzögert sich nun und wird im erst im Jahr 2020 umgesetzt!

Genauere Infos folgen!

 

Aufgrund der letzten Änderung der Verordnung (EG) 1760/2000 am 27.06.2014 muss jeder Mitgliedstaat ab 18. Juli 2019 sicherstellen, dass die Kennzeichnung von Rindern mithilfe elektronischer Kennzeichen als amtliches Kennzeichnungsmittel möglich ist.
In Österreich hat man nach Gesprächen mit Branchenvertretern entschieden, verpflichtend die elektronische Ohrmarke einzuführen. Dies bedeutet, dass zukünftig neben der bekannten konventionellen Ohrmarke auf einem Ohr die zweite Ohrmarke auf dem anderen Ohr mit einem integrierten elektronischen Chip versehen sein wird. Damit sollen voraussichtlich ab 18. Juli 2019 alle Geburten von Kälbern oder aus Drittländern eingeführte Rinder mit dem neuen System (1 Ohrmarke konventionell und 1 Ohrmarke mit einem Chip) gekennzeichnet werden. Um aber Restbestände von noch am Betrieb befindlichen „alten Ohrmarkenpaaren“ abzubauen, sollen diese noch bis Ende des Jahres 2019 verwendet werden. Eine Retournierung von nicht benötigten alten Ohrmarken ist nicht möglich.

Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung wurden Hersteller von Rinderohrmarken eingeladen, Angebote für elektronische Ohrmarkensets abzugeben. Nach Abschluss des Verfahrens steht mit der Firma Allflex (Frankreich) der zukünftige Lieferant für elektronische Ohrmarkensets fest. Elektronische Ohrmarkensets mit einer Funktion zur Entnahme von Gewebeproben werden von der Firma Caisley (Deutschland) geliefert. Beide Ohrmarkenproduzenten beliefern bereits seit vielen Jahren die österreichischen Rinderhalter mit Ohrmarken zur amtlichen Rinderkennzeichnung.

Funktion der elektronischen Ohrmarke

Die elektronischen Ohrmarken sind als Nur-Lese-Passiv-Transponder mit FDX-B-Technologie ausgeführt und entsprechen den Normen ISO 11784 und 11785. Auf dem Transponder ist die Lebensnummer des Tieres gespeichert, der Transponderinhalt kann mit Lesegeräten gemäß der Norm ISO 11785 ausgelesen werden. Durch die Installation geeigneter Lesegeräte an Fütterungsautomaten, Melkrobotern, Viehwaagen oder in Tiersammelstellen, Schlachtbetrieben, etc. kann die Lebensnummer der Rinder ausgelesen und entsprechend den beabsichtigten Verwendungszwecken weiterverarbeitet werden.

Erforderliche Ohrmarkenzange

Für das Einziehen der elektronischen Allflex Ohrmarken ist die bekannte Allflex-Ohrmarkenzange in der Farbe ROT erforderlich. Diese Ohrmarkenzange ist seit 2005 erhältlich. Für das Einziehen der elektronischen Ohrmarke muss zuvor der schwarze Kunststoffeinsatz aus der Zangenbacke entfernt werden, damit das Transponder-Lochteil in die Zange eingeführt werden kann. Die konventionelle Allflex Ohrmarke kann auch ohne diesen schwarzen Einsatz eingezogen werden. Mit der alten Allflex-Ohrmarkenzange in BLAUER Farbe können nur konventionelle Ohrmarken ohne Chip eingezogen werden, nicht jedoch die elektronischen Ohrmarken.
Die roten Allflex-Ohrmarkenzangen werden auf Bestellung von der Firma Jacoby, Teichweg 2, 5400 Hallein (Ansprechperson: Herr Christian Seewald, Tel. 06245/895127, Email: Seewald.Christian@jacoby-gm.at) zum Preis von 11,40 Euro (inkl. Versand) ausgeliefert.


Caisley-Ohrmarkensets mit Funktion zur Entnahme von Gewebeproben


Für das Einziehen der elektronischen Caisley Gewebe-Ohrmarken ist die bekannte und auf den Gewebe-Ohrmarkenbetrieben vorhandene Caisley-Ohrmarkenzange erforderlich. Die im Rahmen der amtlichen Kennzeichnung gezogenen Gewebeproben werden weiterhin über die gewohnten Wege an das zuständige Labor übermittelt.

HIER KLICKEN: