Fleckvieh

06-04-2018 AT979728228 Hartmann M. RAU Geva ©

GS Rau Tochter Geva, EL 30,6 von Hartmann Markus, Dünserberg GS Rau findet sich bei vielen Fleckviehstieren, die in letzter Zeit in Vorarlberg eingesetzt wurden, im Pedigree.

Winni Ammann Tobias

Winni vom Ammann Tobias, Röns als Rasseschausiegerin

Rasseprofil


Die Rasse ist mittel- bis großrahmig, dabei lang, breit und tief im Rumpf angelegt. Fleckviehtiere haben trockene, in der Stärke zum Körperbau passende Gliedmaßen mit festen Klauen und zeigen gute Bemuskelung an allen wichtigen Körperpartien. Die Kühe weisen funktionale Euter und beste Muttereigenschaften auf. Sie zeichnen sich durch sehr gute Fruchtbarkeit, leichte Geburten, Anpassungsfähigkeit und Umgänglichkeit aus. Die hohe Milchleistung garantiert hohe Absetzgewichte. Bei der Mast werden durch das hohe Grundfutteraufnahmevermögen sehr gute Zunahmen und hohe Endgewichte erreicht. Die ausgeprägte Bemuskelung und die geringe Verfettung sorgen für marktgerechte Schlachtkörper.
Die Genetische Hornlosigkeit ist ein wichtiges Zuchtziel. Gehörnte Stiere werden immer wieder zur Blutauffrischung genutzt.
Farbe
Das gescheckte Haarkleid weist alle Farbstufungen vom dunklen Rotbraun bis zum hellen Gelb auf weißem Grund auf. Neben gescheckten finden sich kleinfleckig gezeichnete und gedeckte Tiere. Ein wichtiges Rassekennzeichen bildet der weiße Kopf (wobei Augenringe bzw. Pigmente im Augenbereich häufig vorkommen), der dominant vererbt wird, mit breitem Flotzmaul. Weiß sind ferner Unterbauch, Beine und Schwanzquaste.


Zuchtziel in Zahlen


Die letzte Anpassung der Gewichtung des Gesamtzuchtwertes fand 2012 statt. Es wurde dem Auslaufen der Fettkontigentierung Rechnung getragen und die Gewichtung innerhalb des Milchwertes von F: EW 1:10 auf F:EW 1:1,4 verschoben. Zum anderen wurde eine stärkere Gewichtung des Fleischwertes vorgenommen und liegt nun bei 18% statt wie bisher 16%. Ein klares Bekenntnis zur Doppelnutzung also. Des weiteren finden beim Fleischwert die Schlachteigenschaften Ausschlachtung und Handelsklasse stärker berücksichtigt. Der Gesamtzuchtwert setzt sich aus 38% Milchwert 18% Fleischwert und 44% Fitnesseigenschaften zusammen. Der hohe Anteil Fitness erklärt sich aus geringeren Erblichkeiten der Fitnessmerkmale und ist daher notwendig um auch hier dementsprechenden Zuchtfortschritt zu erzielen.

tägl Zunahmen männl. Absetzer 1.400 g
tägl Zunahmen weibl. Absetzer 1.150 g
Gewicht des ausgewachsenen Stieres 1.100 - 1.300 kg
Gewicht der ausgewachsenen Kuh 700 - 850 kg
Kreuzbeinhöhe der Stiere 150 - 165 cm
Kreuzbeinhöhe der Kühe 140 - 150 cm
Zwischenkalbezeit 365 Tage
Handelsklasse der Jungstiere E + U > 80%
Fleischqualität zart und gut marmoriert

 

Fleckvieh in Vorarlberg

06-04-2018 AT669464528 Ammann M. VERSETTO Wicky ©

Vorarlbergs Fleckviehzucht begann sich 1983 unter Gründungsobmann Gebhard Schatzmann zu organisieren. Ausgehend von Rankweil Brederis fand das Fleckvieh auch in Vorarlberg seine Anhänger. Nach 19 Jahren Obmannschaft übergab er das Zepter 2002 an Johann Kaufmann, der dem Verein Vorarlberger Fleckviehzüchter bis dato anführt. Neben der Vereinsführung organsierten sie zu Anfang eigene Versteigerungen für Fleckvieh, Ausstellungen und trugen so massgeblich zur aktuellen Rassenvielfalt in Vorarlberg bei. Aktuell erfreut sich Fleckvieh steigender Beliebtheit. Es liegt an dritter Stelle und verzeichnet jährlich einen Zuwachs von 10%.

GS Versetto Tochter Wicky EL 30,2 von Ammann Tobias Röns