Wissenswertes

Geburtsmeldungen

Die Belegung/Besamung ist korrekt gemeldet


Eine korrekte Meldung liegt vor, wenn die Sprunglisten bzw. Besamungsscheine für ein Quartal innerhalb des darauf folgenden Quartals an den Verband geschickt werden.


Erfolgt die Geburtsmeldung eines Tieres an den Verband

  • innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt:
    "Abstammung kontrolliert" wird im RDV vermerkt und Stammschein wird gratis ausgestellt. Der Ausdruck erfolgt jährlich.
  • im Zeitraum von 6 Monaten bis zur Abkalbung:
    "Abstammung kontrolliert" wird im RDV vermerkt und eine Registrierungsgebühr (inkl. Stammschein) von ca. € 15,- wird verrechnet.
  • Nach der Abkalbung:
    "Abstammung kontrolliert" wird im RDV vermerkt und eine Registrierungsgebühr (inkl. Stammschein) von ca. € 30,- wird verrechnet.


Wird die Registrierungsgebühr nicht bezahlt, erfolgt die Rückstufung des Tieres in Herdebuchabteilung ,,0" mit voller Abstammung.


Die Belegung/Besamung ist nicht fristgerecht gemeldet


Ist die Belegung/Besamung nicht vor der Geburtsmeldung im RDV registriert, erfolgt die Herdebuchregistrierung nur über eine Abstammungsüberprüfung. Die Kosten belaufen sich auf ca. € 30,- Laborkosten plus Blutabnahme.
Gemäß neuem TZ-Gesetz, gültig ab 1. Februar 2009, sind über jede Besamung Aufzeichnungen zu führen. Diese werden jedoch nicht mehr von der Tierzuchtbehörde kontrolliert sondern von der Veterinärbehörde.
Zeitlimits und Gebühren der Geburtsmeldung siehe oben.


Ohne Abstammungsüberprüfung erfolgt die Einstufung des Tieres in Herdebuchabteilung "D" ohne Vater (Vater wird nicht anerkannt = gelöscht).


Stierhalter


Sie sind verpflichtet, die Sprunglisten fristgerecht zu schicken. Ist dies nicht der Fall wird die Abstammung nur über eine BGU Untersuchung anerkannt.
Züchter, die ihre Kühe bei einem nicht eigenen Stier decken lassen, sind selbst dafür verantwortlich, dass der betreffende Stierhalter die Listen fristgerecht einreicht. (Kontrollierbar über die Angabe der Besamung/Bele¬gung der Kuh im RDV Bericht)


Geburt eines Kalbes in einem Nichtmitgliedsstall

  • z.B.: Eine HB-Kuh mit ordnungsgemäß registrierter Belegung / Besamung wird an ein Nichtmitglied verkauft; das Kalb von einem Mitglied zurück gekauft
    • Die Gebühr für die Neuaufnahme und Registrierung beträgt € 30,- inkl. Stammschein
    • Das Tier wird mit voller Abstammung und aller von früher vorhandenen Daten in die Herdebuchabteilung "D" eingestuft.


Ausländische Zuchttiere

  • Die ausländische Ohrmarke muss erhalten bleiben - gilt für alle EU Mitgliedsstaaten und die Schweiz!
  • Keine Umkennzeichnung erlaubt!
  • Der Stammschein muss an den Verband geschickt werden, sonst werden die Kälber aus diesen Tieren beim Verband nicht registriert!

Besamungsmeldung

Für Besamungsblöcke gilt

  • der ROTE Durchschlag ist Quartalsmäßig für die Besamungsmeldung an VorarlbergRind zu schicken - zur Datenerfassung
  • der WEISSE Schein (Original) ist für die schriftliche Geburtsmeldung (Stammschein) nach der Geburt des Kalbes an VorarlbergRind zu schicken
  • der GRÜNE Schein ist für den Landwirt und sollte zur Kontrolle abgelegt werden



Für Sprungscheinblöcke gilt

  • der WEISSE Schein ist Quartalsmäßig für die Natursprungmeldung an VorarlbergRind zu schicken - zur Datenerfassung
  • der ROTE Durchschlag ist für die schriftliche Geburtsmeldung (Stammschein) nach der Geburt des Kalbes an den Verband zu schicken
  • der GRÜNE Durchschlag ist für den Landwirt und sollte zur Kontrolle abgegelt werden


Die Besamungs- und Natursprungblöcke bitte immer vollständig ausfüllen!


Weiteres gilt

  • Sprungblockdurchschläge sind nur einzusenden, wenn kein Sprungscheinheft geführt wird!
  • Für die Stammscheinanforderung, bei Verkauf, … usw. ist der Sprungblockdurchschlag nach wie vor notwendig!
  • Für die Natursprungmeldung müssen Sie nur die GRÜNE Durschlagsseite des Sprungschein - Heftes an uns schicken.
  • Ist der Sprung bzw. die Besamung nicht vor der Geburtsmeldung bei uns erfasst, erfolgt die Herdebuchregistrierung nur über eine Abstammungsüberprüfung. Die Kosten belaufen sich auf ca. € 30,- ( Laborkosten plus Blutabnahme)



Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Stammscheindruck für Kälber

Stammschein f. homepage

Sie erhalten die Stammscheine (Zuchtbescheinigungen) für Kälber gesammelt in den Sommer-Monaten Juni bis September.


Die gesammelte Ausstellung der Stammscheine bringt einige Vorteile mit sich

  • Weniger Postaufwand durch gesammelte Zustellung an die Besitzer
  • Aktuellere Leistungs- und Zuchtwertdaten (besonders bei Kälbern von Erstlingskühen)
  • Mehr Beurteilungsdaten von der Mutter durch zwischenzeitliche Bewertungen


Einzel- Bestellungen für Stammscheine werden jederzeit gerne angenommen und gegen Kostenersatz (ca. € 12,-) sofort ausgestellt. Die eingesandten Geburtsmeldungen werden weiterhin fortlaufend bearbeitet. Nur der Druck der Stammscheine erfolgt gesammelt!

Die Stammscheine (Zuchtbescheinigungen) haben für die Viehhalter in Vorarlberg nach wie vor eine große Bedeutung und dienen dem Züchter zur Überprüfung der Daten.

Weiters ist der Stammschein auch hilfreich bei der Belegung des Tieres, da mehrere Generationen auf einen Blick sichtbar sind.
Bei der Vermarktung von Zuchttieren hat sich der Stammschein als wichtiges Begleitdokument erwiesen.


Wichtig:

Für die kostenlose Ausstellung der Stammscheine muss die Geburtsmeldung regelmäßig (vierteljährlich) an den Zuchtverband gesendet werden.

Die Geburtsmeldung kann auch über http://www.lkv.at/ Betrieb / Tierliste / Auswertungen / Belegungsliste / Jungviehregister bequem ausgedruckt, oder gleich mit E-mail übermittelt werden.
(Geburtsschein anklicken / Datei / Senden - Seite durch E - Mail / vorarlberg.rind@lk-vbg.at)

Tierzuchtgesetz

Seit 1. Februar 2009 ist das neue Tierzuchtgesetz für Vorarlberg in Kraft.
Nachstehend werden die wichtigsten Punkte für den Züchter aufgelistet:


  • Zuchttiere abgeben
    Nur gekennzeichnete Zuchttiere dürfen abgegeben werden. Auf Verlangen ist dem Käufer ein Stammschein zu geben.

  • Natursprung
    Stierhalter müssen Aufzeichnungen (Stallbuch des Verbandes oder ähnliches) führen.
      
  • Besamung
    Sperma darf künftig über jede EU-zugelassene Besamungsstation und Besamungsdepot bezogen werden.
    Voraussetzung ist die Einhaltung der veterinärrechtlichen Bestimmungen (TRACES-Meldung, Veterinäre Gesundheits-bescheinigungen, etc) sowie die Verwendung des Samens im eigenen Betrieb!
    Somit fällt der verpflichtende Bezug über die Samenvertriebsstelle weg.
      
  • Samenverwendung
    Über die Verwendung des Samens sind genaue Aufzeichnungen zu führen und 5 Jahre aufzubewahren. Die Kontrolle erfolgt künftig über die Veterinärbehörde. Jeder Züchter darf sich einen Container anschaffen und Sperma bestellen. Ist er nicht Eigenbestandsbesamer, muss er einen Tierarzt oder Techniker besamen lassen.

  • Samenhandel
    Nur zugelassene Stationen und Depots dürfen Samen abgeben. Eigenbestandsbesamer und Containerbesitzer dürfen nur Sperma für ihren eigenen Betrieb beziehen und lagern. Den Bezug, die Lagerung und die Aufzeichnungen werden von der Veterinärbehörde überprüft.

  • Eigenbestandsbesamer
    Wer die fachliche Ausbildung hat und eine verlässliche Person ist (schriftliche Erklärung des Besamers), muss die Aufnahme seiner Tätigkeit als Besamer im eigenen Betrieb bei der Landwirtschaftskammer anzeigen. Die LK stellt ihm eine Bescheinigung aus.

  • Erbfehler
    Alle außergewöhnlichen Beobachtungen sind vom Züchter entweder dem Zuchtverband, der Landesregierung oder der Samenvertriebsstelle zu melden!